Geschichte

Schon Philosophen und Rhetoren des klassischen Altertums stellten grundsätzliche psycholinguistische Fragen - so nach dem Zusammenhang von Sprechen und Denken. Die heutige Psycholinguistik wurzelt in der deutschen Sprachpsychologie des ausgehenden 19. Jahrhunderts. 1953 wurden in den USA Bereiche der Psychologie, Linguistik und Informationswissenschaft unter der Bezeichnung "psycholinguistics" zusammengeführt. Bis heute wird die Psycholinguistik an angelsächsichen Universitäten stark gefördert.

Theorie und Empirie

Die Psycholinguistik entwickelt Theorien und Modelle zur Verknüpfung von Kommunikation, Kognition und Emotion sowie zur Klärung von Spracherwerb, Sprachstörungen und rhetorischen Prozessen. Diese Theoriebildung beschränkt sich nicht auf Gedankenspiele. Die Psycholinguistik ist empirisch basiert und nutzt vornehmlich die Methoden der experimentellen Psychologie.

Praxis

Die Ergebnisse der Psycholinguistik haben zur Verbesserung der Diagnose und Therapie von Sprachstörungen beigetragen. Ein weiterer Praxisschwerpunkt ergibt sich aus der weiterentwickelten, heutigen Anforderungen entsprechenden Rhetorik unter Einbezug medialer Kommunikation. Dies bildet die Grundlage für eine wissensbegründete Optimierung berufsspezifischer Kommunikationsprozesse.

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